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Kennzahlen und Feldflur Hampenhausen (2015)

 

Höhe Fläche Einwohner Feldflur
m ha   LF Acker Grünland
258 403 42 338 324 14
(1885) 387 101 319 308 (25) 11 (41)

Anmerkung: In der letzte Zeile stehen die Zahlen von 1885 (Gemeindelexikon 1887), bei Acker und Grünland auch der Einheitswert (bzw. der Grundsteuer-Reinertrag) 

Lage

Hampenhausen ist das kleinste der drei Heggedörfer, wird aber schon 850 erstmal schriftlich genannt. Die flachwellige Feldflur liegt auf gut 250 m Höhenlage. Der Sieksbach entspringt am Höhenzug der Rhön.

Boden

Verbreitet sind gute Ackerflächen (bis um 70 Punkte) vorhanden sowie Flächen mit mittlerer Bodenqualität.

Acker/Grünland

Die Landwirtschaftsfläche liegt bei guten 330 ha. Es gibt auch hier fast nur Acker und wenig Grünland.

 

Entwicklung Landwirtschaft 

Hampenhausen gehörte zunächst zu Corvey und wurde Klosterdorf des Klosters Gehrden. "Zehn Höfe bewirtschafteten seit 1623 die umliegenden Landflächen." [Stadt Brakel, Beschreibung Rundwanderwege 2004, S. 16]. Im Niekammer-Adressbuch von 1931 sind stolze acht Höfen über 20 ha verzeichnet.


Um 1995 sind 10 von 11 Familien in der Landwirtschaft tätig mit Schwerpunkt Ackerbau und Schweinemast. Am Ortsrand gibt es zwei Aussiedlungen.

Kulturlandschaft

In Zeiten vieler Arbeitskräfte auf dem Land hatte das 50 Einwohner-starke Hampenhausen auch über 100 Einwohner. Aus den Gemischtbetrieben haben sich Betriebe spezialisierter Schweinhaltung entwickelt. 


Ein spektakulärer Fall im Zusammenhang mit Zwangsarbeitern im Zweiten Weltkrieg ereignete sich in Hampenhausen. Eine Person wird wegen eines Sittlichkeitsvergehens an einer Eiche aufgehängt (siehe "Weitere Informationen" unter Frohnhausen). 

Von Interesse ist eine ergiebige Quelle im Gebiet Himmelreich Richtung Rheder. Dort trifft der durchlässige Muschelkalk auf die undurchlässige des Röt (Buntsandstein). Seit 1904 floss aus diesen Quellen durch einen Rohleitung von fast 9 km Länge das Quellwasser über das städtische Leitungnetz in die Häuser Brakels. Aufgegeben wurden die Quellen zu Anfang der 1980er Jahre wegen zunehmender mikrobiellen Verunreinigung und steigender Nitratwerte infolge der intensiven Landwirtschaft." [Stadt Brakel, Beschreibung Rundwanderwege 2004, S. 17]