Das Schmiedehandwerk war in Brakel auch mit regional bedeutenden Betrieben vertreten. Daran erinnerte ein Motivwagen beim Stadtjubiläum 1929 von der Brakeler Schmiede-Innung.

"Betriebe der Landtechnik hatten eine lange Tradition in Brakel. Auffällig ist, dass alle ihren Sitz in der Warburger Straße hatten", schreibt Berhard Junker in seinem Beitrag zum Jubiläumsbuch der Volksbank Brakel 1998.


Die Firma Franz Thöne, Warburger Straße 13 war bis 1983 tätig. Weitere Angaben liegen im Moment nicht vor. 

Theodor Welling. Die Firma wurde duch den Schmiedemeister Welling gegründet und bauten 1998 vor den Toren der Stadt eine Werkstatt, der das 1908 gebaute Wohnhaus Warburger Str. 16 folgte. Die Firma wurde später durch Schwiegersohn Gerhard Heinz geführt. Die Firma begleitete die Mechanisierung der Landwirtschaft durch Reparatur und Verkauf von Geräten der Bodenbearbeitung u. a. Sie war Generalvertretung der Schlepper-Fa. Deutz in Köln.  
Nach dem Tod des Inhabers 1964 wurde der Betrieb durch Fa. Burre aus Lemgo weitergeführt, dann ab 1972 durch Landtechnik Fischer & Butz. Der Betrieb wird 1978 in die Industriestraße verlagert und schließt endgültig im Jahr 1994. Der Standort am Beginn der Driburger Straße ist heute die Autowerkstatt Josef Breker, gegründet 1973.

 

Franz Kleine. Die Firma aus Salzkotten eröffnet 1956 in der Warburger Str. 2 eine Filiale. 1961 folgte die Umsiedlung in die neuen Betriebsgebäude etwas weiter unten in der Warburger Straße ("auf der Bordfeldschen Wiese am Siekbach"). 1990 endet die Ära der Firma Kleine in Brakel. Das Gelände wird später für Baustoffe Kühlert und dann für den Lidl-Supermarkt genutzt. 

 

Die Westfälische Centralgenossenschaft betrieb von 1965 bis 1970 den Verkauf und die Reparatur von Landmaschinen auf dem Kornhausgelände.


2017 eröffnet die Agravis-Technik Brakel im Gewerbegebiet Brakel West/Rieseler Feld. Hier werden zwei belobigte "Land- und Baumaschinenmechatroniker" arbeiten, die Brüder Tobias und Stefan Schmeinck aus Hembsen, die in ihren Jahrgängen Jahrgangsbeste in Westfalen geworden sind (2014 und 2016). 

In der heutigen Berufsbeschreibung von Land- und Baumaschinenmechatronikern steht, dass es nach wie natürlich auf eine fundierte metalltechnische Ausbildung ankommt, dass ein Werkstück handwerklich gefertigt werden muss. Dazu kommen Wartungsarbeiten und Kundengespräche. Besonders wichtig seinen Kenntnisse der Steuerungstechnik. Der Laptop sei eines der wichtigsten Arbeitsmittel, heißt es, zur Diagnose und Fehlersuche auf dem Feld oder auf der Baustelle.