Die Molkerei Gehrden am westlichen Ortsrand, gegründet 1911. Die Handelsregistereinträge beim Amtsgericht Warburg zeigen an:
- 1919 Johann Jakob bis zu Löschung 1938
- 1938 Eintrag Aloys Nutt, Kaufmann

Von der Familie Nutt wurde die Molkerei bis 1980 betrieben. Dann ging die Produktion zu  Rimbeck über. Zuletzt wurde Käse dort produziert.

Einen Hinweis zur Molkerei gibt es noch aus Siddessen 1934. Auf der Bauernversammlung wird bemängelt, dass der Fettgehalt gegenüber der Molkerei Brakel niedriger sei. Dem ist nicht aber so, wie die laufenden amtlichen Kontrollen beweisen. Es soll wieder mehr Milch nach Gehden geliefert werden.

 

1937 erhält die "Deutsche Feine Molkereibutter" der Molkerei Gehrden den 1. Preis auf der Ausstellung des Reichsnährstands in München Das sei durch die neuen Maschinen von 1936 erreicht worden, heißt es in der Pressemeldung des Kreisblattes Warburg v. 03.06.1937.

Das Gebäude an der Durchgangsstraße steht seit ca. 1990 leer und verfällt: Ein verwahrloster Ort mit Unrat, ein "Lost Place" für Fotomotive. 2022 wird die Anlage von der Stadt gekauft und sollte 2023 abgerissen werden. Die Sache verzögert sich, ein Planungsbüro wird eingeschaltet. Es soll eine "naturnahen und ortstypische Kulturlandfläche" entstehen, gefördert durch die Biodiversitätsstrategie des Landes NRW. Gesamtkosten 1,5 Mio. EUR.

Davon ist 2026 nicht mehr die Rede. Der Abriss soll 2027 erfolgen.