Bökendorf, Oldentruper Mühle 1, 33034 Brakel

Andere Bezeichnung: Abbenburger Mühle (Top. Karte von 1898)

Information

Der Name Oldentrup deutet auf den Standorte einer alten Siedlung hin, von der wohl nur die Mühle übrig blieb. Die Mühle erhält ihren Antrieb von der wasserreichen Brucht.  Das Mühlenrecht lag bei den von Haxthausen und wurde später verkauft an private Müller. Der eigentliche Mühlenbetrieb wurde bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ausgeübt. Danach wird Energie erzeugt über Turbinen (1991). Als Wasserkraftwerk Oldentruper Mühle ist sie Bestandteil des Klima-Fahrplans der Stadt Brakel.

Ursprünglich war die Mühle im Eigentum der von Haxthausen. Die letzten Pächter war eine Familie Runge ("Rungenmühle"). Der Name Runge ist auch aus Beller bei Hembsen bekannt (Mühle Beller, später Brotfabrik).  
Ein Überfall durch Separatisten/Sozialisten aus dem Ruhrgebiet 1919 mit einem Toten ist dokumentiert. Dabei kam am 17. März 1919 der ledige Müller Fritz Runge (geb. 1888, Sohn der auf Abbenburg lebenden Eltern Fritz Runge und Maria geb. Marcus) ums Leben. Die Mörder konnten fliehen, sollen später gefasst worden sein. [Mitteilung Johannes Markus, Bellersen 2020]


Später ist sie im Besitz der Familie Sendler und heute (um 2012) ist sie an Auswärtige (Fam. Henning Pauer) verkauft. Das Außengelände ist jeweils den Ansprüchen der Bewohner entsprechend umgestaltet und angepasst worden. 2019 ist eine andere Person Eigentümer/Bewohner. 


Winter 2019/20 überflutet Schlamm die Mühle und der muss vom Eigentümer aufwändig entfernt werden. Das ist eine Angelegenheit des Wasserrechts, wird festgestellt, in dem die Pflichten von Oberlieger und Unterlieger geregelt werden. Die "Gute fachliche Praxis" der Landwirte bei der Bodenbearbeitung und Aussaat muss eingehalten werden. Es finden sich eine Einigung mit den Anliegern, auch durch Umgestaltung der Uferbereiche des Baches.